Vincent van GoghVincent van Gogh (1853 bis 1890): Der holländische Maler Vincent van Gogh stammte aus einer protestantischen Pastorenfamilie. Anfänglich war er als Gehilfe in Kunsthandlungen tätig, dann Laienprediger bei den Grubenarbeitern der Borinage. Erst 1880, im Alter von 27 Jahren, entschied er sich als Autodidakt für die Malerei.
Erste Werke entstanden in den Niederlanden, in schweren dunklen Farben.1886 ging er zu seinem Bruder Theo nach Paris, wo er sich der heiteren und lichten Malerei der Impressionisten anschloss. 1888 erlitt van Gogh einen Zusammenbruch. Als der Maler sich nach einjährigem Aufenthalt in der psychiatrischen Anstalt 1890 in Auvers bei Paris einquartiert, malt er in 69 Tagen 82 Bilder und zahlreiche Skizzen. Typisch an den späten Werken sind seine entschlossene Pinselführung sowie sein Farbauftrag, die starke Farbigkeit und Farbsymbolik. Sie ergeben kein realistisches Bild, sondern sind Ausdruck für van Goghs eigene Wahrnehmung der Welt. Gerade diese Leuchtkraft der Farben machen van Goghs Bilder zu strahlenden Meisterwerken.
Im April des Jahres 1888 mietet van Gogh den Flügel eines Hauses in Arles, um dort ein Künstlergemeinschaft mit dem von ihm verehrten Paul Gauguin, den er in Paris kennen gelernt hatte, zu gründen. Für das Gästezimmer von Gauguin malte er eine Reihe von Bildern mit Sonnenblumenmotiven, die alle mit seiner Lieblingsfarbe Gelb Fröhlichkeit und Offenheit ausdrücken sollten. Die Reihe der "Sonnenblumen" – Bilder ist vorwiegend mit leuchtenden, chromgelben Farben gemalt, die oft mit langen, dicken Pinselstrichen aufgetragen sind. Van Gogh versucht nicht vorrangig, ein genaues Abbild der Natur, bzw. der Blumen zu schaffen, sondern die Sonnenblumen sollen einen frohen Gemütszustand beim Betrachter erzeugen. Das Gelb der Blumen symbolisiert Heiterkeit, aber auch Freundschaft und Liebe.
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Blumen in blauer Vase |